Bei der Auswahl von Social Bookmarking Buttons für deutsche Webseiten stellt sich immer die Frage: "Welche Anbieter sind überhaupt relevant?".
Der
aktuelle Artikel von blogblogblog.de dazu bezieht leider keine sozialen Netzwerke mit ein. Doch AddThis.com, der größte Anbieter von Social Bookmarking Skripten bietet eine
Statistik über die Nutzung der Dienste an - auch separat für Deutschland, Österreich und die Schweiz. Ich habe die Daten etwas bereinigt und "Dienste" wie Drucken, Browser-Favoriten, E-Mail Dienste und Wunschlisten herausgenommen und veranschaulicht:
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| Nutzung von Social Bookmarking Diensten in Deutschland laut addthis.com, Stand: 24.08.2010 |
Wenn man also die großen 5 abdecken will, sollte man Bookmark Links zu Facebook, Twitter, Mister Wong, MySpace und Google anbieten.
Die Grafik basiert auf der Nutzungshäufigkeit der Top 10 Dienste für Deutschland laut addthis.com, Stand: 24.08.2010.
- Facebook: 28,09% (Soziales Netzwerk)
- Twitter: 12,86% (Micro-Blogging Plattform)
- Mister Wong DE: 5,89% (Social Bookmarking)
- MySpace: 5,78% (Soziales Netzwerk)
- Google: 4,97% (Social Bookmarking)
- Digg: 2,66% (Social News)
- Delicious: 2,63% (Social Bookmarking)
- StumbleUpon: 2,41% (Social Bookmarking)
- Messenger (Windows Live): 1,35% (Soziales Netzwerk)
- Reddit: 0,41% (Social Bookmarking)
In Österreich und der Schweiz verhielt sich die Rangfolge ähnlich, Facebook hat dort aber eine wesentlich höhere Gewichtung (Österreich: 39%, Schweiz: 35%).
Natürlich ist die Betrachtung dieser Statistik einseitig, da sie auf einem Anbieter beruht, aber es ist immerhin der weltweit größte Anbieter mit den meisten auswählbaren Diensten.
Zu unserer
Kücheneinweihungscocktailparty kamen 17 Personen (10 Frauen, 7 Männern). Insgesamt wurden 32 Cocktails (alkoholfrei und alkoholhaltig) über 6 Stunden getrunken. Neben den Cocktails gab es noch Bowle und Saft/Schorle/Limonade, die nicht gezählt wurde. Die Verteilung sah diesmal wie folgt aus:
Aufgeschlüsselt nach Männern und Frauen sah das ganze dann so aus:
Wenn man die Daten übereinander legt sieht man, dass Männer mehr Cocktails trinken als Frauen:
Dies sieht man auch eindeutig am Durchschnitt:
- Männer: 2,4 Cocktails
- Frauen: 1,5 Cocktails
- Gesamt: 1,8 Cocktails
Die vergangenen Statistiken:
- 90er Jahre Party, März 2009: 51 Cocktails, 21 Gäste, Durchschnitt: 2,4 Cocktails pro Person
- Sommerabschiedspary, Oktober 2009: 56 Cocktails, 24 Gäste, Durchschnitt: 2,3 Cocktails pro Person (Männer: 2,75 Cocktails, Frauen: 2,25 Cocktails)
- April 2008: 67 Cocktails, 20 Gäste, Durchschnitt: 3,35 Cocktails
Im Gesamtbild ergibt sich folgendes Histogramm:
Der Trend geht also zum Zweit-Cocktail:
& 
Für das Projekt
cocktailberater frage ich ab und zu auf der zugehörigen
Facebook-Fan-Seite, welche neuen Funktionen für die Nutzer relevant wären. Bisher waren die Antworten immer sehr fruchtbar, daher stelle ich hier meine Vorgehensweise sowie Vor- und Nachteile vor.
Vorgehen- 1. Erstelle eine Facebook-Seite für das Projekt.
- 2. Lade interessierte Facebook-"Freunde" ein und mache Werbung über die Projektseite, Twitter, Newsletter, Blog etc.
- 3. Wenn du eine kritische Masse an Personen (> 50) begeistern konntest, stelle Fragen zu neuen Produkten und Funktionen auf der Pinnwand der neuen Facebook-Seite. Zeitlich sollte das entweder möglichst früh (7 Uhr) oder am Abend (16 Uhr) passieren, damit es viele Leute lesen.
- 4. Versuche möglichst nicht in die Konversation einzugreifen sondern bedanke dich für das Feedback erst 1-2 Tage später.
- 5. Werte die Kommentare und Anzahl der "Gefällt mir" Aktionen aus.
- 6. Gib in einem weiteren Beitrag auf der Pinnwand bekannt, welche neue Funktion demnächst zu erwarten ist.
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| Anforderungsanalyse mit Facebook |
Vorteile- ungefiltertes, schnelles und kostenloses Feedback
- hoher Anteil an interessierten Personen (entspricht evtl. der Zielgruppe)
- Gefühl der Mitbestimmung am Produkt stärkt die Marke (Prosumer)
Nachteile- keine repräsentativen Daten, da geringe Anzahl an Befragten und da die Zielgruppe nicht immer den Personen, denen die Seite gefällt, entspricht
- keine Priorisierung der Anforderungen (es sei denn es wurde auch danach gefragt), alternativ über die Anzahl der Dopplungen
- zu häufige Beiträge resultieren darin, dass den Nutzern die Seite nicht mehr gefällt oder sie die Beiträge ausblenden
Diese Methode des Requirements Engineering ist sicherlich nur ergänzend zu den bisherigen Methoden zu betrachten. Aber ich habe bisher für Web-Projekte gute Erfahrungen gemacht. Ich kann mir auch gut vorstellen, dass sich das Ganze auf andere Endkunden-Produkte übertragen lässt. Allerdings sind Nutzer über 45 Jahre kaum auf Facebook anzutreffen.